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s L i b e r a l e T a g e b u c h
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Sammlung
Originaldokumente aus „Das Liberale
Tagebuch“, http://www.dr-trier.de |
17.09.2009
| Angela Merkel |
63. IAA in Frankfurt
Merkel
will Automobilstandort Deutschland stärken
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der deutschen Autobranche
Unterstützung bei der Entwicklung von Zukunftstechnologien angeboten. Es gehe
darum, das Potenzial Deutschlands als Automobilnation des 21. Jahrhunderts so
weit wie möglich zu bündeln, sagte Merkel am Donnerstag zur Eröffnung der 63.
Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt. Sie schlug, sich
nach der Bundestagswahl mit Vertretern der Industrie zusammenzusetzen, um
darüber zu reden, was die Regierung tun könne, um dieses nationale Anliegen
voranzubringen. Merkel
forderte die Autohersteller auf, beim Zukunftsthema Elektroauto mit der
ausländischen Konkurrenz mitzuhalten, vor allem bei der Entwicklung der
Batterietechnologie - dem "Jackpot der Welt". Hier dürfe
Deutschland nicht die Hoheit über die Normierung an die asiatischen Märkte
verlieren. Denn dies führe zum Verlust der Märkte. Eine weitere
Schlüsselfrage seien die Standards für Stecker zum Aufladen der Elektroautos.
Auch bei den Klimaschutz-Diskussionen mit der EU-Kommission sicherte die
Regierungschefin den deutschen Autobauern ihre Hilfe zu. "Es kann nicht
sein, dass wir in einer freien Welt die Größe des Autos vorschreiben",
sagte die Kanzlerin. Schließlich seien gerade die Premium-Fahrzeuge Vorreiter
bei den Innovationen, die dann auch den kleineren Modelle zugute kämen. Wirtschaftliche Talsohle erreicht Zuvor
hatte die Kanzlerin deutlich gemacht, dass die wirtschaftliche Talsohle in
Deutschland "mit Sicherheit erreicht" sei. Es gebe Lichtblicke,
darunter mehr Aufträge und einen stabilen privaten Konsum, auch dank der von
der Regierung aufgelegten Programme. Insbesondere die Umweltprämie wertete
Merkel als klaren Erfolg. In diesem Jahr seien dadurch zwei Millionen
Neuwagen gekauft worden mit deutlich positiven Auswirkungen auf die Umwelt.
Auch wenn nach dem Auslaufen der Prämie im Inland weniger Autos verkauft
würden, gebe es die Hoffnung, dass nächstes Jahr der Export wieder anspringe. Die
Einführung der Kurzarbeit lobte die Kanzlerin als "weise
Entscheidung". Dadurch sei es gelungen, den "größten Schatz in Deutschland",
die gut ausgebildeten Facharbeiter, Meister und Ingenieure, in den Betrieben
zu halten. Jetzt müsse es darum gehen, dass die Auszubildenden und
insbesondere die Studienabgänger in den Fächern Mathematik, Informatik,
Naturwissenschaften und Technik eine Chance auf dem Arbeitsmarkt erhielten.
Gut ausgebildete junge Fachkräfte würden schon in wenigen Jahren händeringend
gesucht werden. Bezüglich
der Rettungsmaßnahmen für Opel unterstrich die Bundeskanzlerin, dass das
deutsche Traditionsunternehmen eine "faire Chance" bekommen müsse.
Auch die US-Regierung habe General Motors mit viel Geld unterstützt. Ihr sei
bewusst, dass vor Opel noch eine schwierige Wegstrecke liege. Dennoch sei es
richtig gewesen, diesem Stück deutscher Industriegeschichte eine Chance am
Markt zu geben. |