|
Nr. 139/10
Datum: 26.08.2010
Die Atomkraft-Ja-Bitte-Kanzlerin
--------------------------------
Zu Angela Merkels Energiereise und dem Treffen
mit den Konzernchefs erklärt Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS
90/DIE GRÜNEN:
"Mit dem Versuch, sich als robust gegen den
Druck der Atombosse zu
inszenieren, ist Angela Merkel grandios
gescheitert. Vorne herum nach dem Prinzip 'good guy - bad guy', gibt sie
hinter verschlossenen Türen mit den RWE- und Eon-Chefs Großmann und Teyssen
die Atomkraft-Ja-Bitte-Kanzlerin. Statt einem klaren Nein zu den Forderungen der
Manager freut sie sich mit ihren Brüdern im Geiste auf die Übergabe der
Energieszenarien und setzt diese rechtzeitig ins Bild.
Den Menschen ist jedoch längst klar: Das
Ergebnis der Berechnungen sind Laufzeitverlängerungen und Mega-Gewinne für
die große Sause von Atomlobby und Bundesregierung. Auf Gutachter, die sich
von der Atomindustrie bezahlen lassen, den Anteil der Erneuerbaren Energien
in ihren Berechnungen gering halten und ausschließlich die Möglichkeit von Laufzeitverlängerungen
durchspielen, können sich Merkel, Großmann und Co. verlassen. Die Sorgen der
Menschen und der Blick auf eine zukunftsfähige Enregieversorgung stören da
nur.Statt mit einer Auseinandersetzung um unterschiedliche energiepolitische Konzepte
von Regierung und Opposition haben wir es längst mit einer skrupellosen
Schattenregierung aus der Atomlobby zu tun. Die Bezahlung der angeblich
unabhängigen Gutachter durch die Atomindustrie ist der vorerst jüngste
Höhepunkt einer skandalösen Politik."
|