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s L i b e r a l e T a g e b u c h
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Sammlung
Originaldokumente aus „Das Liberale
Tagebuch“, http://www.dr-trier.de |
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Die Linkspartei Verschuldungs- und Steuererhöhungspartei Stand: 10.10.2008 Redaktioneller
Kommentar: Immer
wieder erklärt die SPD, sie wolle die SED, d.h., die sog. Linkspartei „bekämpfen“.
Das Dokument vom Internet-Auftritt der SPD am 21.12.08 heruntergeladen spricht Lexika. Die SPD behandelt das Thema „empörungspolitisch“
oder mit dem Argument, dass die Ideen der SED „nicht finanzierbar“ seien.
Dadurch eben nicht inhaltlich aus der Sache heraus. Die Linkspartei bleibt eine Verschuldungs- und
Steuererhöhungspartei. Ihre finanzwirksamen Forderungen allein für die
vergangenen drei Jahre würden die öffentlichen Haushalte (Bund, Länder,
Kommunen und Sozialversicherungen) rund 255 Milliarden Euro kosten. Diese
Summe entspricht inzwischen fast den Ausgaben des Bundes für das
Haushaltsjahr 2008 (283,2 Milliarden Euro). Kurzum: Es bräuchte einen zweiten
Haushalt, um all die Forderungen der Linkspartei finanzieren zu können. Bei der Frage der
Gegenfinanzierung macht es sich die Linkspartei leicht – indem sie sich in
den meisten Fällen dazu ausschweigt. Wenn sie Vorschläge zur
Gegenfinanzierung macht, verheddert sie sich in Widersprüche. So fordert sie
an der einen Stelle die Rücknahme der Mehrwertsteuererhöhung, um an anderer
Stelle gerade diese Erhöhung zur Finanzierung ihrer Vorschläge einzusetzen.
Darüber hinaus spekuliert sie auf Zusatzeinnahmen durch diverse
Steuererhöhungen, von denen sie weiß, dass sie entweder politisch nicht
durchsetzbar sind oder nicht die erwarteten Einnahmen bringen. Ganz
selbstverständlich wird davon ausgegangen, dass der Bund für Länder und
Kommunen finanziell einsteht. Auf die Kompetenzverteilung des Grundgesetzes
nimmt die Linkspartei selten Rücksicht. Auffällig ist, dass sich die
Linkspartei ausschließlich mit der Verteilungsseite beschäftigt. Fragen nach
der Wettbewerbsfähigkeit werden nicht gestellt. Sie reduziert Sozialpolitik
auf möglichst hohe Zahlungen. Je mehr, desto sozialer ist dabei ihr Credo. Um
die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft und den Standort
Deutschland kümmert sich die Linkspartei dagegen nicht. Im Gegenteil: Hohe
Lohnnebenkosten, möglichst hohe Steuern und Einschränkung des Wettbewerbs
sind ihre Rezepte. Wie sich Deutschland und die Unternehmen im
internationalen Wettbewerb damit behaupten sollen, wird von ihr nicht
thematisiert. Daraus resultierende Arbeitsplatzverluste werden von der
Linkspartei ignoriert. Selbst Teilen der „Linken“
wird es angesichts der immer horrender werdenden Ausgabenforderungen langsam
mulmig.
Unterm Strich: Die
Linkspartei ist eine reine Protest- und Oppositionspartei, die mit
populistischen Anträgen Stimmung macht und mit den Ängsten und Sorgen der
Menschen spielt. Mit dieser Partei ist eine seriöse und glaubwürdige Politik
nicht zu machen. Die „Wunschlisten“ aus den einzelnen Politikbereichen Arbeit und Soziales: Soweit überhaupt Angaben zu
Kosten in den Anträgen der Linkspartei gemacht werden, belaufen sich die
Gesamtkosten der Wünsche im Bereich Arbeit und Soziales auf rund 26,4
Milliarden Euro jährlich. Außerdem würden mindestens 600.000 Arbeitsplätze
durch eine Erhöhung des RV-Beitragssatzes auf 28 Prozent, wie von der
Linkspartei gefordert, verloren gehen. Für die Linkspartei
reduziert sich Sozialpolitik auf möglichst hohe Sozialtransfers. Suggeriert
wird, dass sozialer Frieden erst dann erreicht ist, wenn möglichst viele
Menschen möglichst viele Transferleistungen erhalten. Keine Rolle spielen die
Gedanken der Aktivierung und der Integration. Kein Thema ist die
Modernisierung der Arbeitsverwaltung, die Arbeitslosigkeit nicht nur
verwalten, sondern den betroffenen Menschen möglichst individuelle Hilfen
bereitstellen soll. Finanzen: Insgesamt würden im Bereich
der Finanzen allein für diese Forderungen Kosten von jährlich ca. 46,7
Milliarden Euro anfallen. Zur Gegenfinanzierung bietet die Linkspartei das
üblich Populistische an: Sie fordert unter anderem die Anhebung des
Spitzensteuersatzes, eine stärkere Beteiligung der Unter-nehmen durch eine
höhere Besteuerung, eine Erhöhung der Erbschaft- und Schenkungsteuer und die
Neuauflage der Vermögensteuer. Die
Gegenfinanzierungsvorschläge der Linken sind unseriös. Übersehen wird
beispielsweise, dass das höhere Aufkommen aus der Erbschaft- und
Schenkungsteuer ausschließlich den Ländern zusteht. Von diesen zusätzlichen
Einnahmen hätte der Bund also gar nichts. Diese Tatsache wird von der
Linkspartei ebenso wenig berücksichtigt wie die Tatsache, dass die
Wiedereinführung der Börsenumsatzsteuer bei Weitem nicht die propagierten
Einnahmen erbringen würde. Bildung und Forschung: Die Problemanalysen sind
häufig durch Vereinfachung, Einseitigkeit und mangelnde Tiefenschärfe
gekennzeichnet. Entsprechend holzschnittartig und allgemein sind die
vorgebrachten Forderungen und Lösungen. Vorschläge zur Gegenfinanzierung
kostenwirksamer Forderungen werden kaum unterbreitet. Politisch werden stets
Handlungsoptionen suggeriert, die etwa aufgrund fehlender Bundeszuständigkeit
nicht bestehen. Der finanzielle Bedarf ist
nicht realistisch berechnet. Die Kosten würden ins Unermessliche steigen.
Allein für die geplante Studierendenförderung ergäben sich jährliche Kosten
von 14 Milliarden Euro. Für den Bund wären dies 9 Milliarden Euro, das
neunfache der gegenwärtigen Mittel. In der Hochschulpolitik ignoriert die
Linkspartei die föderalen Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten, die den
Ländern obliegen. Gesundheit: In der Gesundheitspolitik
argumentiert die Linke unredlich und operiert mit falschen Zahlen. Sie
ignoriert, dass zum Beispiel die Praxisgebühr eine sinnvolle
Steuerungsfunktion hat. Die Gesamtkosten dieser Vorschläge belaufen sich
allein im Gesundheitswesen auf jährlich rund 9,2 Milliarden Euro. Nicht
berücksichtigt sind dabei drohende Arbeitsplatzverluste durch steigende
Lohnnebenkosten für Arbeitgeber, wenn der Sonderbeitrag künftig paritätisch
finanziert werden soll. Wirtschaft und Energie: Die Verstaatlichung der
Strom- und Gasnetze würde einmalig insgesamt rund 150 Milliarden Euro kosten.
Diesem Betrag stünden zwar in Zukunft Einnahmen gegenüber, allerdings muss
der Betrag erst einmal vorfinanziert werden. Auch das Aussetzen weiterer
Privatisierungen würde eine Lücke von 9 Milliarden Euro nach sich ziehen. Für
die Energiepolitik der Linkspartei fielen weitere rund 6,5 Milliarden Euro
jährlich an. Aspekte der ökonomischen Stärke Deutschlands und der Unternehmen
werden bei der Linkspartei ausgeblendet. Familien: Auch in der Familienpolitik
verfährt die Partei nach dem Motto: Je mehr desto besser. 19 Milliarden Euro
würde allein die Erhöhung des Kindergeldes kosten. Doch dies führt nicht
automatisch zu mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit. Europa: Typisch für die Linkspartei
im Bereich der Europapolitik sind insgesamt der sprachliche Duktus und die
kontinuierliche Negativbewertung der europapolitischen Agenda. Kritisiert
wird die angeblich zunehmende Militarisierung der Europäischen Union. Die EU
gefährde außerdem Freiheitsrechte und Demokratie durch die betriebene Politik
der Abschottung gegenüber „Armutsflüchtlingen“, Kriegsflüchtigen und
politisch Verfolgten. |